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Einmal um die Welt für einen guten Zweck
Soziales Kunstprojekt auf der Biennale in Venedig präsentiert

Venedig (pte, 03. Jun 2001 13:15) - Ein "Social Sponsoring-Projekt", das in 
die Lüfte geht, wird auf der 49. Biennale von Venedig neben Film, Tanz, 
Theater und Kunst vorgestellt. Ein reisefertiger Helikopter soll von 
Künstlern bemalt werden und im November zu einer 18 Monate dauernden 
Weltumrundung aufbrechen. Die einzelnen Streckenabschnitte können während 
der Biennale, die unter der künstlerischen Leitung von Harald Szeemann von 
10. Juni bis 31. November stattfindet, via Internet gesponsert werden. 
www.kinderbaum.org

Der Erlös des Kunstevents "Global Heli Art Tour" wird in die Finanzierung 
eines Kinderdorfs in Südafrika fließen. Die Idee stammt von dem deutschen 
Zahnarzt Michael Schmitz, der den Hubschrauber selbst steuern wird. "Der 
Helikopter ist das am universellsten einsatzbare Transportmittel unserer 
Zeit. Außerdem kann damit eine Route geflogen werden, die weitgehend abseits 
von Flughäfen liegt", erklärt Schmitz im Gespräch mit pressetext.austria. 
Der Helikopter fungiere so "als kommunizierende Röhre" zwischen Nationen, 
Religionen und Kulturen.

Für das Kunstprojekt und die Realisierung des Kinderdorfs werden laut 
Organisator rund zehn Mio. Dollar benötigt. Finanziert soll der Betrag durch 
Sponsoring und Fundraising werden. "Firmen, aber auch Einzelpersonen, können 
einen Teil der Strecke mitfliegen und überlassen als Beitrag eine Geldspende 
oder ein Kunstobjekt", so Schmitz. (Ende)


Aussender: pressetext.austria

Redakteur: Irene Mayer,
email: mayer@pressetext.at,
Tel. +43-1-81140-0

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PRESSETEXT HOLGER LIEBS (Süddeutsche Zeitung)

Michael Schmitz
Global Heli Art Tour

Wer eine Utopie verwirklichen will, der muss sich zunächst einmal auf große Fahrt begeben: 
Von Shangri-La bis Eldorado liegen viele künstliche Paradiese der Literaturgeschichte in eher 
abgelegenen Gegenden der Welt. Seit jedoch die globale wirtschaftliche Vernetzung zunehmend die weißen Flecken auf den Landkarten getilgt hat, ist das Reisen selbst verstärkt in den Fokus künstlerischer Fiktionen geraten. Einige Künstler des 20. Jahrhunderts haben sich eine Art kultivierte Rastlosigkeit sogar zum ästhetischen Lebensentwurf auserkoren. Eine Figur wie James Bond - im Helikopter über Kontinente jagend, dabei immer gut gekleidet und einen Martini in der Hand - ist nicht möglich ohne das Konzept einer ästhetischen Existenz, die gleichsam huckepack im Handgepäck mitgeschleppt wird.

Lange schon widmen sich auch offene, prozessual angelegte künstlerische Arbeiten der Ästhetik des Reisens und der Überwindung kultureller, ideologischer und religiöser Grenzen. Das modulare, ebenfalls prozessual angelegtes Konzept der "Global Heli Art Tour", das der in Rom lebende Arzt für ästhetische Zahnmedizin und Implantologie, Michael Schmitz, entworfen hat, reiht sich in die Tradition dieser Kunstprojekte ein, aber verfolgt darüber hinaus noch weitere Ziele: so etwa die Fortsetzung der Biennale in Venedig über die Ausstellungsdauer hinaus, die Idee eines kollektiven Kunstwerks, das von allen Teilnehmern der Biennale gestaltet wird sowie das Fundraising für ein Kinderheim in Südafrika. 

Während der Biennale wird ein reisefertiger Helikopter, etwa zehn Meter lang und drei Meter hoch, ausgestellt. Nach und nach soll er durch andere Künstler der Biennale mit Grußbotschaften verziert werden. Parallel wird das Projekt der Weltumrundung vorgestellt. Wenn die Biennale ihre Pforten schließt, bricht der Helikopter zu einer 18-monatigen Reise in der Luft und via Schiffspassagen über fünf Kontinente auf und fliegt dabei auch Museen, Orte, an denen Künstler arbeiten und andere kulturelle Institutionen an. Die Strecke ist etwa 50 000 Meilen lang und soll in 100 bis 150 Flugtagen zurückgelegt werden. Die Route ist jedoch durchaus noch modifizierbar, Vorschläge sind erwünscht. Ziel ist es, eine möglichst große Zahl von Menschen in das Projekt einzubinden. Die Unternehmung wird von Sponsoren und dem Künstler selbst finanziell getragen. Pilot ist der Künstler selbst, der somit als eine Art Phileas Fogg des 21. Jahrhunderts in Erscheinung tritt. Auch Prominente wie bekannte Hollywood-Schauspieler nehmen an der "Global Heli Art Tour" teil, aber mitzufliegen steht jedem offen, der sich durch eine Patenschaft für einen Streckenabschnitt an dem Projekt beteiligen will. Der Erlös der Patenschaften soll über eine Schweizer Stiftung Waisenkindern in Südafrika oder/und Lateinamerika zugute kommen. Der Helikopter transportiert jedoch nicht nur Passagiere, sondern funktioniert auch gleichsam als kommunizierende Röhre zwischen Nationen, Religionen, Kulturen, die Informationen weiterträgt und schließlich auch medial weltweit streut. 

www.kinderbaum.org

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